Passwort vergessen Mitglied werden

News

14.10.2020 | Nachricht von verkehrsrundschau.de

Altmaier plant weitere Corona-Hilfen für Unternehmen

Künftig soll es für Betriebe in Deutschland wieder richtig bergauf gehen. Das könnte allerdings für viele länger dauern. Der Bundeswirtschaftsminister arbeitet deswegen an Nachbesserungen an Corona-Hilfen.

Peter Altmaier

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will die bis zum Jahresende laufenden Überbrückungshilfen bis 30. Juni 2021 verlängern

©Oliver Dietze/dpa/picture-alliance

Berlin. Weil immer noch viele Betriebe durch die aktuelle Krise stark belastet sind, will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bei Hilfen nachbessern. Es gehe darum, Unternehmen weiter zu helfen, coronabedingte Schwierigkeiten zu überwinden, sagte er am Mittwoch.

So sollen die bisher bis zum Jahresende laufenden Überbrückungshilfen um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden. Im Wirtschaftsministerium wird zudem an bessere Abschreibungsmöglichkeiten sowie Elemente eines Unternehmerlohnes gedacht - erstattet werden bisher fixe Betriebskosten wie Mieten oder Pachten. Wirtschaftsverbände hatten beklagt, viele Hilfen kämen etwa bei Selbstständigen nicht an. Für die Überbrückungshilfen hatte der Bund 25 Milliarden Euro eingeplant. Davon sind aber erst 1,1 Milliarden Euro bewilligt worden.

Wirtschaftsverbände wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag forderten zielgerichtete Maßnahmen, um Firmen zu unterstützen, die besonders von der Pandemie betroffen sind. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte, die wirtschaftliche Erholung werde „zäher, als uns lieb sein kann.“ Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter, nannte die aktuell Hebstprognose der Institute ein klares Warnsignal: „Der Aufschwung ist kein Selbstläufer.“ Wachstums- und Produktivitätsbremsen müssten zügig gelöst werden. Problematisch sei insbesondere die Investitionszurückhaltung der Unternehmen.

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute hatten am Mittwochvormittag ihre Herbstprognose für die deutsche Konjunktur vorgelegt, wie VerkehrsRundschau berichtete. Demnach wird das Vorkrisenniveau voraussichtlich erst Ende 2021 und damit später als erwartet wieder erreicht. Die Wirtschaftsforscher rechnen für das Jahr 2020 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 5,4 Prozent. (dpa/sn)

Zurück

Jetzt Mitglied werden

Als Verbandsmitglied haben Sie Anspruch auf Nutzung des gesamten Leistungsspektrums des Verbandes.

MEHR INFORMATIONEN
Unsere Partner
Kontakt zum BWVL

Lengsdorfer Hauptstraße 75
53127 Bonn

Tel.: +49 (0) 228-9 25 35 0
E-Mail: info@bwvl.de

Kontaktformular
Sonderpreise für BWVL-Mitglieder

Mehr erfahren »