Eurocombi
Die mehr als 25 Meter langen LKW sollen sich vor allem auf dem übergeordneten Straßennetz bewegen©VR

Arbeitsgruppe „Lang-LKW" nimmt ihre Tätigkeit auf

Der bundesweite Feldversuch mit Eurocombi wird vorangetrieben: Verkehrsministerium will aufwendige Genehmigungsverfahren umgehen

Berlin. Der bundesweite Feldversuch mit Eurocombi wird vorangetrieben. Diesen Donnerstag nahm die Bund-Länder- Arbeitsgruppe die Arbeit auf. Sie wird die Konzeption für den Test der so genannten Lang-LKW, der über ein Jahr laufen soll, erarbeiten. Mitglieder sind Vertreter des Bundesverkehrsministeriums, der obersten Verkehrsbehörden der Länder und der Bundesanstalt für Straßenwesen.

„Wenn es machbar ist, wollen wir so immense Erleichterungen für den Güterverkehr schaffen. Klar ist aber auch: Es darf keine Risiken für Verkehrssicherheit und Infrastruktur geben", sagte der Logistik-Koordinator der Bundesregierung Andreas Scheuer(CSU). Er betonte nochmals, dass eine Erhöhungen der Gewichtsgrenzen von 40 beziehungsweise 44 Tonnen im Kombinierten Verkehr nicht infrage komme. „Lang-LKW werden sich vor allem auf dem übergeordneten Straßennetz bewegen. Auch die Streckenführung über höhengleiche Bahnübergänge schließen wir aus. Es wird keine grenzüberschreitenden Verkehre geben", erläuterte Scheuer.

Die Arbeitsgruppe soll die Anforderungen an Fahrer, Fahrzeuge sowie die Routen und die wissenschaftliche Begleitung festlegen. Der nächste Schritt werde eine Ausnahmeverordnung sein, die das Bundesverkehrsministerium nach Anhörung der Länder erlassen wird. „Aufwendige Genehmigungsverfahren sind so entbehrlich", begründete Scheuer diesen Schritt. (sb) 

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