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23.11.2017 | Presse

Politik muss Rahmenbedingungen für eine leistungsfähige Logistik setzen

Auf dem Dialogforum 2017 des Bundesverbandes Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) in Berlin betonte BWVL-Präsident Quick die Bedeutung von Transport und Logistik für eine funktionierende globale Wirtschaft. Logistik sei und bleibe Architekt, Gestalter und Treiber unserer Wirtschaft zugleich.

„Die Logistik- und Transportmärkte stellen uns alle vor große Herausforderungen, die Marktstrukturen verändern sich disruptiv, und stetig steigender Wettbewerb sowie neue Technologien tun ihr übriges. Wir leben in einem Umfeld, dass ständig unsere Fähigkeit relevant und erfolgreich zu bleiben, in Frage stellt oder diese zumindest herausfordert“, formulierte Quick. Dabei sei die Transportwirtschaft auf verlässliche politische Rahmenbedingungen angewiesen. Der Abbruch der Sondierungsgespräche und das momentane politische Vakuum dürfe daher nicht zu einer möglichen Handlungsunfähigkeit in der Verkehrspolitik führen, die Umsetzung bereits beschlossener Maßnahmen müsse nahtlos fortgesetzt werden.

Quick betonte im Einzelnen u.a., dass eine Fortsetzung der zuletzt sehr positiven Entwicklung beim Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur weiter zu den Prioritäten einer neuen Bundesregierung gehören müsse. Der Investitionshochlauf für die Verkehrsinfrastruktur sei zumindest zu verstetigen, wenn er nachhaltig sein solle. Bei der Finanzierung müssten auch unter einer neuen Bundesregierung die Zusagen Bestand haben, dass einheitliche Mautsätze auf Bundesautobahnen und Bundesstraßen gelten.

Mit Blick auf das Mobility Package der EU-Kommission warnte er davor, bei allem Verständnis für den harten internationalen Wettbewerb im Straßengüterverkehr, weitgehend soziale Mobilitätsfragen und den Arbeitnehmerschutz als Vehikel für die Abschottung von Märkten und den Aufbau nichttarifärer Handelshemmnisse sowie überbordender Bürokratie zu missbrauchen.

Beim Klimaschutz müssten mit Augenmaß verhältnismäßige und realistische Klimaschutzziele angepeilt werden. Keinesfalls dürfe es durch überzogene Grenzwerte quasi zu einer De-Industrialisierung des Industriestandortes Deutschland kommen. Quick warf dabei die Frage auf, ob Deutschland Export- und Logistikweltmeister und zugleich oberster Klimaschützer sein wolle und auch könne? Gleichzeitig betonte er die Rolle der Digitalisierung, um einen Beitrag zur Effizienz und damit ebenso zum Umweltschutz zu leisten.

Quick beklagte den Mangel an qualifiziertem Personal in allen Bereichen der Logistik. Im Hinblick auf den Fahrermangel dürfe sich der Slogan, wer den Fahrer hat, hat auch die Fracht, sich nicht bewahrheiten oder die Antwort zu dieser Problematik sein!

Quick weiter: „Unsere Wirtschaft hängt von uneingeschränkter effizienter und bezahlbarer Mobilität und tragfähigen Rahmenbedingungen ab. Nur wenn wir alle, auch die Logistikverbände, dauerhaft an einem Strang ziehen und die Kernanliegen möglichst gemeinsam nach außen vertreten, können wir den Zukunftsanforderungen an den Wirtschafts- und Logistikstandort Deutschland auch gerecht werden.“ 

(Pressebilder auf Anfrage)

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