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06.06.2018 | Presse

Logistik am Limit: BWVL-Präsident Quick kritisiert die Pläne der Bundesregierung zu neuen Mautsätzen

Das Dialogforum des Bundesverbandes Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL), stand in diesem Jahr in München unter dem Motto ‚Logistik am Limit‘. Diskutiert wurden zahlreiche Schlüsselfaktoren, die momentan Logistik und Transport in ihrer bedeutenden Rolle für die Wirtschaft an ihre Grenzen bringen.

Zur Eröffnung kritisierte der am Vortag wiedergewählte BWVL-Präsident Quick die geplante Mautgesetzgebung der Bundesregierung. Die neuen Mautsätze würden, so BWVL-Präsident Quick, zusammen mit der Bundesstraßenmaut zu einer jährlichen Mehrbelastung der Wirtschaft in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro führen. Für Unternehmen mit den gängigsten Fahrzeugen habe dies Kostensteigerungen bei der Maut von 40 bis 60 Prozent zur Folge. „Nunmehr sollen bei Euro-VI- Fahrzeugen erstmals auch externe Kosten der Luftver­schmutzung angelastet werden. Dies ist aufgrund der Alternativlosigkeit zur bestverfügbaren Dieseltechnologie für die Wirtschaft nicht hinnehmbar“, bemängelte Quick weiter.

Die hohe Einsatzquote von Euro VI-Lkw auf deutschen Fernstraßen zeige den Erfolg der Mautdifferenzierung und den Investitionswillen der Betreiber. Der BWVL fordere daher bei der Mautabstufung zusätzliche Anreize zur Investition in neue, noch umweltfreundlichere Technologien. Eine ausschließliche Fokussierung der Mautbefreiung auf Elektro-Lkw, wie es der Gesetzesentwurf vorsehe, sei nicht zielführend.

Quick forderte daher auch die Nutzfahrzeugindustrie auf, praxistaugliche Fahrzeuge zu Preisen anzubieten, die einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglichten. Übergangstechnologien wie LNG und CNG sollten dabei keineswegs vernachlässigt werden.

Weiter rückte Präsident Quick auch den zunehmenden Fachkräftemangel, der sich gerade in Zeiten der Hochkonjunktur deutlich abzeichne, in den Fokus. Laut BWVL-Präsident Quick müssten Wirtschaft und Politik ihre Anstrengungen intensivieren und gemeinsam Lösungen entwickeln, um das Delta von circa 25.000 Kraftfahrern jährlich zu schließen.

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