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17.11.2022 | Nachricht von verkehrsrundschau.de

Verkehrsministerium stellt Entwicklung bei klimafreundlichen Nutzfahrzeugen vor

Im Rahmen der Fachkonferenz Klimafreundliche Nutzfahrzeuge hat das BMDV Absatzprognosen für schwere Nutzfahrzeuge mit Batterie- und Brennstoffzelle präsentiert.

2030 sollen laut dem Fortschrittsbericht bereits drei Viertel der neu zugelassenen Nutzfahrzeuge der Gewichtsklasse ab
12 Tonnen emissionsfrei sein

©Mike Mareen / stock.adobe.com

Die prognostizierten Absatzzahlen schwerer Nutzfahrzeuge mit Batterie- und Brennstoffzelle werden in den kommenden Jahren sehr stark ansteigen. Das geht nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums (BMDV) aus dem den „Fortschrittsbericht zum Gesamtkonzept klimafreundliche Nutzfahrzeuge“ hervor, den Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) am 17. November in Berlin vorgestellt hat.

2030 sollen demnach bereits drei Viertel der neu zugelassenen Nutzfahrzeuge der Gewichtsklasse ab 12 Tonnen emissionsfrei sein. Vor diesem Hintergrund soll ein initiales Lade- und Wasserstofftankstellen-Netz für die Null-Emissions-Logistik aufgebaut werden, sagte Wissing auf der „Fachkonferenz Klimafreundliche Nutzfahrzeuge“ des BMDV.

„Ladeinfrastruktur soll bedarfsgerecht verfügbar sein“

„Die Hersteller erwarten, dass die Absatzzahlen von Lkw mit Batterie- oder Brennstoffzellenantrieb in den kommenden Jahren stark steigen werden. Wir wollen und müssen deshalb die Infrastruktur für klimafreundliche Nutzfahrzeuge entschieden voranbringen“, sagte der FDP-Politiker. Im Masterplan Ladeinfrastruktur sei daher die Ausschreibung eines Ladenetzes speziell für Lkw vorgesehen, die im kommenden Jahr starten soll. Zudem unterstütze das BMDV den Aufbau eines Grundnetzes öffentlich zugänglicher Wasserstofftankstellen für Nutzfahrzeuge.

Weiter schreibt das BMDV, dass der Masterplan Ladeinfrastruktur II vorsehe, ein öffentliches Ladenetz für E-Lkw an Autobahnen aufzubauen. „Die Ladeinfrastruktur soll bedarfsgerecht verfügbar sein und sich in die bestehenden Logistikprozesse einfügen. Für den Aufbau und Betrieb von Ladestationen müssen private Investitionen mobilisiert werden. Dafür braucht es langfristig tragfähige Geschäftsmodelle“, so das Ministerium.

Erste Ausschreibung zur Errichtung eines initialen Ladenetzes 2023

Im kommenden Jahr will das BMDV eine erste Ausschreibung zur Errichtung eines initialen Ladenetzes veröffentlichen, von dem ausgehend das weitere Netz aufgebaut wird. Darüber hinaus soll mit dem Aufbau eines Grundnetzes an Tankstellen für Wasserstofffahrzeuge begonnen werden, damit die Infrastruktur vorbereitet ist, wenn entsprechend der Prognosen der Hersteller in der zweiten Hälfte der 2020er Jahre Brennstoffzellen-Lkw auf den Markt kommen.

Über die „Fachkonferenz Klimafreundliche Nutzfahrzeuge“

Mit der „Fachkonferenz Klimafreundliche Nutzfahrzeuge“ brachte das BMDV nach eigenen Angaben erstmals Politik, Hersteller, Anwender und Infrastrukturbetreiber zusammen. Rund 800 Personen, davon etwa 200 vor Ort in Berlin, diskutierten am 17. November Perspektiven, Rahmenbedingungen und Maßnahmen für emissionsfreie Nutzfahrzeuge in Deutschland und Europa.

Nach den Zielen der Bundesregierung soll bis 2030 ein Drittel der Fahrleistung im schweren Straßengüterverkehr elektrisch erbracht werden. Dafür hat das BMDV bereits im Jahr 2020 das „Gesamtkonzept klimafreundliche Nutzfahrzeuge – Mit alternativen Antrieben auf dem Weg zur Nullemissionslogistik auf der Straße“ vorgelegt. Im Gesamtkonzept sind Maßnahmen dargestellt, wie die Ziele der Bundesregierung erreicht werden könnten. Diese umfassen die Fahrzeugförderung, die Steuerung des Infrastrukturaufbaus und die Schaffung eines zielgerichteten regulatorischen Rahmens.

>> Den „Fortschrittsbericht zum Gesamtkonzept klimafreundliche Nutzfahrzeuge“ des BMDV finden Sie HIER

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